Lang lebe Ned Devine

von Kirk Jones

Regie Sina Weber

 

 

 

Inhalt

„Wir sind alle außer uns gewesen vor Glück. Dass so etwas in Tullymore passieren könnte, hätten wir uns nie zu träumen gewagt“, sagt Michael O’ Sullivan, ein Einwohner des 52-köpfigen Dorfes Tullymore in Irland. Wer hat in seinem Leben nicht schon einmal davon geträumt, wie es denn wäre, reich zu sein und sich alles leisten zu können, was man sich erträumt? So geht es auch Jackie O’Shea und Michael O’ Sullivan. Doch wie den meisten Lottospielern ist ihnen das große Träumen versagt geblieben. Bis das verschlafene Dörfchen in Aufruhr gerät, als bekannt wird, dass einer der Einwohner im Lotto gewonnen hat. Dumm nur, dass der glückliche Gewinner Ned Devine vor lauter Freude gestorben ist. Die gewitzten Rentner versuchen daraufhin, Ned wieder auferstehen zu lassen, um den Gewinn zu kassieren. Doch damit ihr Plan funktioniert, muss das ganze Dorf eingeweiht werden.

Inszenierung

Eine Geschichte, die als Film bekannt wurde auf die Bühne zu bringen, das ist eine nicht ganz leichte Aufgabe. Vieles von dem, was im Film durch spezielle Aufnahme- und Schnitttechniken erreicht wird und den Zuschauer wie selbstverständlich und selbsterklärend durch die Handlung führt, funktioniert auf der Bühne nicht und muss auf andere Art realisiert werden. Deswegen sind in unserem Theaterstück die Charaktere alle die Erzähler dieses Stückes und führen mit ihren Monologen durch die Handlung. Die Geschichte, die in dem Film und in unserem Theaterstück erzählt wird, setzt stark auf die menschlichen Komponenten. Neben all den komödiantischen Elementen, werden aber auch der Ernst des Lebens und natürlich die Liebe nicht außer Acht gelassen. Und mit einem Augenzwinkern wirft die Geschichte um Ned Devine auch die nur allzu bekannten Fragen, Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte der Menschen auf.

Autor

Kirk Jones ist ein britischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er wurde am 31. Oktober 1964 in Bristol, Großbritannien, geboren. Er war in verschiedenen Sparten der Film-Branche tätig und nachdem er zunächst vorwiegend als Cutter im Schneideraum gearbeitet hatte, wandte er sich immer mehr dem Schreiben eigener Drehbücher zu und begann, diese auch selbst zu inszenieren. Im Jahre 1998 gelang es ihm, mit „Waking Ned“ eine wundervolle, schelmische Dorfgeschichte auf die Leinwand zu bringen, die in Deutschland unter dem Titel „Lang lebe Ned Devine in die Kinos kam. Der Autor der Theater-Textfassung, Hans-Wilhelm Homburg, setzt in seiner Komödie auf die verschiedenen Persönlichkeiten des Dorfes und stellt auch ihr Innenleben anhand von Monologen dar. So verschafft er dem Zuschauer einen Einblick in die Welt dieser Menschen und ihre Sorgen, Wünsche, Hoffnungen.  

Wie ein 6er im Lotto – die wunderbare Komödie “Lang lebe Ned Devine”. So ein Dorf wie Tullymore müssen Sie gesehen haben.